Es ist höchst Zeit langsamer zu werden. Allerhöchste Zeit. Sonst verpassen wir die besten Jahre mit unseren Kindern.

Überall, wo Kinder in die Welt aufbrechen, gibt es Alternativen zu einem Leben, das immer schneller, technischer und komplizierter wird. In diesem Buch zeigen Julia Dibbern und Nicola Schmidt, wie Eltern und Kinder ihre Bedürfnisse nach Nähe, Natur und Langsamkeit gemeinsam ausleben können.
Slow Family

Im Kindergarten beginnt der Tag. Neben Frau Müller, der Kindergärtnerin, stehen zwei neue Kinder: Aziza und Yunis. Die Geschwister sind erst seit drei Monaten in Deutschland. Sie haben eine lange Reise hinter sich, die auch manchmal gefährlich war.
Yunis und Aziza sind Flüchtlingskinder. Sie sind in sich gekehrt und reden kaum. Wie Erwachsene und Kinder mit ihnen umgehen können, zeigt dieses sensible Kinderfachbuch auf.
Ein Fachteil erklärt Hintergründe von Flucht und Trauma. Darüber hinaus gibt er Tipps, wie es gelingen kann, Flüchtlingskindern und deren Familien wieder Sicherheit und Freude zu vermitteln.
Das Buch richtet sich an alle, die Kindern das Thema Flucht und Trauma behutsam und verständlich erklären wollen. Yunis und Aziza

 

Buchtipp Oktober 2016
Artgerechte Erziehung - was unser Nachwuchs wirklich braucht
Autor: Herbert Renz-Polster
Erscheinungsjahr: 2016
Verlag: Kösel
Preis: 17,99 Euro (gebundene Ausgabe)

Was brauchen Kinder wirklich? Eine Umgebung, die zu ihren Bedürfnissen passt, denn diese haben sich in den letzten Jahrtausenden kaum verändert. Bestsellerautor und Kinderarzt Herbert Renz-Polster zeigt: Wer das biologische Urprogramm seiner Kinder versteht, kann ihnen zuverlässig beistehen. Auch in einer Welt, die sich heute so rasant wandelt wie nie zuvor.
»Der bekannte Kinderarzt möchte Eltern ermutigen, den Blick auf ihr Kind zu richten und nicht ständig wechselnden Ratgebern nachzulaufen.« ELTERN, 01.03.2011
Immer neue Theorien erklären, was Kinder angeblich brauchen – und was die Eltern angeblich alles falsch machen. Da ist nur ein Problem: Die Theorien ändern sich ständig – und sie widersprechen sich. Die Eltern stehen damit vor einer ernüchternden Tatsache: Ein guter Teil dessen, was über Kinder behauptet wird, ist reine Spekulation. Gut gemeint (in aller Regel), aber trotzdem: Geschwätz.

Dieses Buch zeigt:
- dass das widersprüchliche Gerede erst aufhört, wenn wir die jahrtausendealte Geschichte unserer Kinder kennen,
- dass es zu billig ist, den Eltern den schwarzen Peter zuzuschieben, wenn die Erziehung nicht klappt,
- dass die artgerechte Kindheit dringend unter Naturschutz gestellt gehört.

Kinder kommen mit uralten Bedürfnissen und Erwartungen auf die Welt. Es mag bequem sein, diese zu ignorieren, doch das hat einen Preis: für die Kinder, für die Eltern – und für die ganze Gesellschaft.
Der Bestsellerautor, Kinderarzt und vierfache Vater Dr. med. Herbert Renz-Polster bringt sein tiefgründiges Verständnis der kindlichen Entwicklung in die Erziehungsdebatte ein. Sein Plädoyer macht Mut und zeigt, was wir alle tun können, damit unsere Kinder die in ihnen angelegten Stärken und Fähigkeiten entfalten.

Buchtipp November 2016
Rettet das Spiel!: Weil Leben mehr als Funktionieren ist
Autor: Gerald Hüther, Christoph Quarch
Erscheinungsjahr: 2016
Verlag: Hanser
Preis: 20,00 Euro (gebundene Ausgabe)

Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt. Was Schiller einst dachte, bestätigt heute die Neurowissenschaft: Im Spiel entfalten Menschen ihre Potenziale, beim Spiel erfahren sie Lebendigkeit. Doch das Spiel ist bedroht – durch seine Kommerzialisierung ebenso wie durch suchterzeugende Online-Spiele. Der Hirnforscher Gerald Hüther und der Philosoph Christoph Quarch wollen sich damit nicht abfinden. Sie erläutern, warum unser Gehirn zur Hochform aufläuft, sobald wir es spielerisch nutzen, erinnern an die Wertschätzung des Spiels in früheren Kulturen und zeigen, welche Spiele dazu angetan sind, Freiräume für Lebensfreude zu öffnen – damit wir unsere spielerische Kreativität nicht verlieren!

 

Buchtipp August 2016
Jedes Kind ist hoch begabt
Autor: Gerald Hüther, Uli Hauser
Erscheinungsjahr: 2012
Verlag: Spiegel
Preis: 19,90 Euro (gebundene Ausgabe)

Jedes Kind ist hoch begabt, wir müssen es nur erkennen

Lernen muss so schön sein, dass Kinder weinen, wenn sie Ferien haben. Und Kindheit muss so schön sein, dass man ein Leben lang davon zehrt.

Dieses Buch begründet, warum ein radikales Umdenken in Erziehung und Schule notwendig ist: Unser veraltetes Bildungskonzept schadet den Kindern und der Gesellschaft. Wir müssen aufhören, schon bei den Jüngsten Druck und Stress aufzubauen.
Schließlich kann die Neurowissenschaft längst belegen:
Jedes Kind ist hoch begabt, wir müssen es nur erkennen und entsprechend handeln.

Wer Arzt werden will, muss gut sein in Mathe, nicht in Mitgefühl. Die vorherrschende Auffassung von Begabung und „Intelligenz“ ist nicht nur falsch, sondern sehr gefährlich. Eltern und Schulen tun zwar alles, um die Fähigkeiten unserer Kinder zu fördern. Doch weil unser Schul- und Bildungssystem immer noch fast ausschließlich auf Wissensvermittlung und Leistung setzt, bringen wir zwar Einserschüler und -studenten hervor, die dann im Berufsleben aber versagen. Auf der Strecke bleiben viele ungenutzte und frustrierte Talente, und diesen Irrweg beschreiten wir schon viel zu lange.

Gerald Hüther und Uli Hauser beschreiben, welche Begabungen in jedem Kind angelegt sind und wie sich das kindliche Gehirn entwickelt. Sie zeigen, dass unsere Erziehung dem viel zu wenig Rechnung trägt und fordern ein radikales Umdenken: Damit alle Kinder ihre Möglichkeiten ganz entfalten können.

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